Hohenbogen Wanderung

Bergkapelle am Hohen Bogen

Bergkapelle am Hohen Bogen

Die Hohenbogen Wanderung

Der Hohe Bogen (1079 m) ist das nördlichste Bergmassiv des Bayerischen Waldes, seine vier Tausender erheben sich hoch über dem Regental, das Berghaus Hohenbogen gilt als das schönste des bayerisch-böhmischen Grenzgebirges. Das Skigebiet Ahornriegel Hoher Bogen zieht in der kalten Jahreszeit zahlreiche Wintersportler an.

Schwierigkeit: Leichte Tour
Gehzeit: 3:00 Std.
Länge: 10,4 km
Wegbeschaffenheit: Bequeme Wald- und Aussichtswanderung auf fast durchgehend gut ausgebauten Forst- und Waldwegen
Ausgangspunkt: Parkplatz an der Diensthütte Hoherbogen (957 m) bei Neukirchen beim Heiligen Blut
Anfahrt: Anfahrt auf dem Diensthüttenweg sowie auf dem Neu-Weg; die nächste Bushaltestelle befindet sich in Rimbach

Wanderkarte zum Hohenbogen

Wanderkarte Hoher Bogen

Wanderkarte Hoher Bogen

Auf dem historischen Baierweg

Die Diensthütte Hoherbogen A am Goldsteig ist dank ihrer Höhenlage ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Hohen Bogen. Sie ist privat bewirtschaftet und hat außer im November ganzjährig geöffnet. Bei Schneelage ist sie beliebter Ausgangs- und Rastpunkt der Skiwanderwege auf dem nördlichsten Bergmassiv des Bayerischen Waldes. Von der Waldwiese an der Diensthütte führt der Burgstallweg im Wald westwärts, markiert mit der blauen Raute des Baierwegs. Der Baierweg war ebenso wie der Böhmweg und der Goldene Steig ein historischer Handelsweg von der Donau durch den Bayerischen Wald nach Böhmen. Er wurde im 11./12. Jahrhundert durch die Grafen von Bogen angelegt, die in dieser Zeit am Hohen Bogen Besitzungen erwarben und das Gebiet erschließen ließen. Heute ist er ein 156 km langer Fernwanderweg zwischen Straubing und Furth im Wald.

Wussten Sie…?

… wo der Name »Hohenbogen« herkommt? Die blaue Raute auf weißem Hintergrund ist das Zeichen des Bogener Grafengeschlechts, das auch das Landeswappen Bayerns ziert. Der Burgstall mit Sendeanlagen des Bayerischen Rundfunks ist der Westpfeiler des Hohen Bogens. Graf Albert III. von Bogen gründete hier um 1190 eine Burg, doch die Anlage blieb unvollendet, da der Graf bereits 1193 verbannt wurde. In dieser kurzen Zeit soll der Name des Grafengeschlechts auf den nördlichsten Bergzug des Bayerischen Waldes übergegangen sein. Während sich in Bogen am Fuß des Waldgebirges die Stammburg der Grafen von Bogen befand, befand sich oben im Bayerischen Wald der »hohe Bogen«, d. h. die höher gelegene Burg der Familie Boge. 1242 fiel der hohe Bogen an die Wittelsbacher.

Von der Burg sind Reste eines Wallgrabens erhalten. Der Sage zufolge ruht im Burgstall der Schatz einer Jungfer, die zusammen mit ihrem jungen Geliebten, einem Schäfer, hier ums Leben gekommen ist. Die Burgruine Lichteneck am Südfuß des Burgstalls bildet seit 1986 die malerische Kulisse der Rimbacher Burgfestspiele. Kurz vor den Sendeanlagen auf dem Burgstall 1 (0:25 Std.) zweigt vom Baierweg der Goldsteig rechts nach unten ab. Durch die Nordflanke des Hohen Bogens führt er zurück zur zentralen Wanderwegekreuzung an der Diensthütte A (0:50 Std.). Dort gibt die blaue Raute des Baierwegs die Vier-Tausender-Route ostwärts vor.

Museum Kalter Krieg

Der erste Tausender ist der Bärenriegel 2 (1:10 Std.), im Bereich des benachbarten zweiten und dritten Tausenders, Eckstein und dem Ahornriegel, befindet sich in der ehemaligen Einsatzleitung des NATO Lauschpostens F das Museum Kalter Krieg 3 (1:30 Std.); es dokumentiert die Zeit, als Atomraketen und andere Massenvernichtungswaffen des Staates »Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken« (UdSSR) direkt auf die Menschen, Blumen und Wiesen im Bayerischen Wald und ganz Westdeutschland zielten, um alles zu vernichten und zu verseuchen. Nach dem Ende dieses sozialistischen Atomstaates und des Kalten Krieges konnten 1994 die NATO-Verteidiger vom Hohen Bogen abziehen, heute steht alles im Zeichen spannender Outdoor-Freizeit.

Einkehr im Berghaus Hohenbogen

Vom Museum Kalter Krieg leitet die blaue Raute des Baierwegs hinab Richtung Ahornriegel 4 (1:45 Std.), wobei Letzterer gesondert ausgeschildert ist. Am Ahornriegel befindet sich die Bergstation der Hohenbogen- Sesselbahn, das Berghaus Hohenbogen lädt zur Einkehr ein mit Blick auf den nördlichen Bayerischen und Böhmerwald. Vom Ahornriegel führt der Wanderweg kurz weiter ostwärts, bis vor der Zufahrt zum Haus Schönblick wieder die Rauten- Markierung des Baierwegs auftaucht. Sie leitet zurück zum Museum Kalter Krieg 3 (2:15 Std.), zum Bärenriegel 2 (2:25 Std.) und zum Ausgangspunkt an der Diensthütte Hoherbogen E (3:00 Std.).

Hoher Bogen

Hoher Bogen Wanderung

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Ein Kommentar

  1. Eva Otto-Brock
    Am 12. November 2013 um 10:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Die Wanderungen sind wirklich wunderschön.
    Leider erfährt man am Beginn der Wanderung nicht,
    daß das traumhaft liegende Berghaus offenbar
    manchmal einfach nicht geöffnet hat. Ich stelle
    mir Leute mit Kindern vor, die Hunger haben.

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